Burgaun Nr. 196
39020 Martelltal
Vinschgau Südtirol
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Unzählige Burgen, Schlösser und Kirchen säumen die Talsohle des Vinschgaus - die bekanntesten kulturellen Schätze sind wohl die Churburg, das Kloster Marienberg und das mittelalterliche Städchen Glurns mit einer vollständig erhaltene Stadtmauer.
Die Romanik hat tiefe Spuren hinterlassen, kaum irgendwo sonst findet man so viele bestens erhaltene Kunstwerke aus dieser Epoche. Die St. Prokulus-Kirche in Naturns ist eine der ältesten Kirchen im Alpenraum und nur ein Vertreter vieler kleiner Kirchen mit beeindruckenden Fresken aus vergangenen Jahrhunderten.
In den Jahren zwischen 1253 und 1259 wurde die Burg von Heinrich von Montfort, seines Zeichen Bischof von Chur, erbaut worden. Seit einigen Jahrhunderten ist die Churburg (Bild 1)in Besitz der Grafen von Trapp, die sie heute noch bewohnen. Einige bedeutende Details, die dieses Schatzkästchen birgt.
So etwa die Renaissance-Loggia aus dem Jahr 1570 mit dem Stammbaum derer von Trapp, der sich durch das Gewölbe windet. In der Burgkapelle ist vor allem eine romanische Madonna aus dem Jahr 1270 bemerkenswert, während in der Rüstkammer die größte und vollständigste private Sammlung an Waffen und Rüstungen zu bewundern ist.
Um es kurz zu sagen, der Schritt durch das Burgtor ist der Beginn einer Reise in die Vergangenheit. Ein Besuch der Churburg ist ein absolutes Highlight Ihres Vinschgauurlaubs.
Die Burganlage steht auf einem prähistorischen Platz am Eingang des Schnalstales. Wohnsitz von Reinhold Messner und zugleich eine Stätte der Kunst: eine umfangreiche Tibetika-Sammlung, eine Bergbildgalerie und eine Sammlung aus 4 Kontinenten zusammengetragen.
Hoch über dem Dorf Burgeis bei Mals ragt wuchtig die Benediktinerabtei Marienberg(1330m)(Bild 2) auf. Die Ursprünge des Klosters sind am nahen Kirchlein zu St.Stephan zu suchen, das mit seinem Fundamenten gefundenen Resten aus den 5./6. Jahrhundert zur Zeit die älteste bekannte Kirche des Vinschgau ist. Das Kloster wurde öfters umgebaut und vergrößert. Außergewöhnlich sind die romanischen Fresken in der zugänglichen Krypta, wo regelmäßig Führungen angeboten werden, das romanische Portal der Stiftskirche in Marmor und Granit oder die bronzenen Portalgriffe.
Wandertipp: Hinteres Martelltal - alte Schutzmauer "Bau"
Der Wanderweg beginnt am Parkplatz nahe der Enzianhütte auf 2061m. Den Markierungen 103-105 folgend erreichen wir bequem die Zufallhütte.Wir gehen dann weiter bis zur Schutzmauer (2265m). Wir überqueren die Mauer und folgen der Nr.37. Der Weg führt uns zum verlassenen Hotel Paradieso und somit züruck zum Ausgangspunkt.Höhenunterschied:300 Meter Gesamtgehzeit:2,5 Std.