Wandertipps - Wanderungen im Nationalpark Vinschgau

Rund um den Burgaunerhof im Martelltal

Direkt vom Hotel wandern wir der Nr. 14 folgend Richtung Morterer Alm bis zur Abzweigung zum Ebenhof. Rechts ab nach einem kurzen Anstieg erreicht man die Höhe von 1.285 m. Von nun an läuft man flach den sogenannten „Kuhsteig“ Richtung Salt Graben, wo man zur Saltbrücke absteigt und über die Nr. 22 wieder zum Hotel zurückkommt.
Länge der Strecke: 2.007 m
Auf- und Abstieg: 219 hm
Dauer: ca. 1 h 15 min

Als Variante bietet sich vom der Anhöhe am Saltgraben an in Richtung Nr. 22 weiterzuwandern, wobei man auf den Erdbeerweg folgt und bis Gand weiterwandert. Von Gand wandern wir zum Uferweg Nr. 36 bis zur Freizeitzentrum „Trattla“ und über die Nr. 25 bis zur Abzweigung am Bach Richtung Burgaun über den Weg Nr. 22 zurück zum Hotel.
Länge der Strecke: 8.980 m
Höhenaufstieg u. Abstieg: 384 hm
Dauer: ca. 2 h 45 min

Burgaun Steinwandhof

Vom Hotel aus nehmen wir den Weg Nr. 22 bis zum Uferweg der Plima. Von hier folgen wir der Wegnummer 25 bis zum Informations- und Freizeitzentrum Trattla. Nach ca. 300 Meter auf dem Gehsteig gehen wir über die Brücke rechts ab und kommen kurz darauf zur Weggabelung. Wir folgen der Wegnummer 7 für ca. 1 Stunde und erwandern 310 Höhenmeter. Auf 1.480 Meter angelangt bietet sich eine der schönsten Rundumblicke des Tales. Eine Einkehr auf dem Steinwandthof bei einer zünftigen Jause oder einem Kaiserschmarren bietet sich an. Der Rückweg kann derselbe sein oder wir steigen die Wegnummer 7 kurz ab und nehmen an der Gabelung die Wegnummer 19 Richtung Martell Dorf. Der flache Panoramaweg verläuft angenehm flach bis zum Sportplatz, wo wir den Feldweg Nr. 21 folgen bis wir nach Thairmühl kommen. An der Brücke angekommen wandern wir den Talweg Nr. 36 bis nach Trattla und über den Weg Nr. 25 und 22 zum Ausgangspunkt zurück.
Wanderung Steinwandthof und zurück:
Länge der Strecke: 7.200 m (hin und retour)
Höhenmeter: 415 m
Dauer: ca. 1.45 h
Wanderung über Martell Dorf
Länge der Strecke: ca. 9.200 m
Auf- und Abstieg: ca. 472 hm
Dauer ca. 3h

Die schönsten Gipfeltouren

Stallwies-Orgelspitze

Die Bergtour beginnt am Parkplatz (1.930 m) der Stallwiesermühle (alte und funktionstüchtige Getreidemühle) und führt über den mäßig steilen Wanderweg Nr. 5 durch einen Lärchen-Zirbenwald bis zur Waldgrenze (höchstgelegene Waldgrenze im gesamten Ostalpenraum auf ca. 2.350 m).
Von dort steil ansteigend in die Steinmanngass (2.929 m) – eine von „Steinmandln“ gekennzeichnete Scharte. Auf dem linksseitig gelegenen Hochplateau finden wir im Hochsommer die ganze Farbenpracht der hochalpinen Polsterpflanzen. Ab hier gilt die Tour bis zum Gipfel (3.304 m) als hochalpin. Vom Gipfel aus öffnet sich ein grandioser Rundblick vom Obervinschgau bis in das Burggrafenamt - von der Ortlergruppe - der Sesvennagruppe bis weit in die Ötztaler und Stubaier Alpen. Tief unter uns liegt das unbesiedelte Laasertal wo unter der rechtsseitig gelegenen Jennwand (2.958 m, Gipfelkreuz) das „weiße Gold“ – der bekannte Laaser Marmor – abgebaut wird.
Nach Laas erfolgt der Transport über eine eigens errichtete Bahnlinie und einen Schrägaufzug. Der Weg zurück geht über denselben, wie beim Aufstieg.

Die Lyfispitze 3.351 m

Die Gipfeltour beginnt am Zufrittsee, am Gasthof Zufritt, wo sich auch die Parkgelegenheit bietet. Der Weg Nr. 10 führt uns in ca. 50 Minuten direkt auf die Lyfialm auf 2.169 m. Die Lyfialm ist ein idealer Wanderausflug für Familien, wenn man die Wanderung vom Parkplatz Enzian aus startet.
Wir wollen hoch hinaus, somit werden wir die Lyfialm auf dem Rückweg besuchen, denn vom der Alm heißt es noch 1.185 Höhenmeter zu bewältigen. Insgesamt werden es auf dem Weg Nr. 10 1.450 Hm sein. Die Rundumsicht ist es Wert diesen Gipfel zu besteigen. Wir sehen ins Laaser Tal, Richtung Hoher Angelus und die Majestäten der Ortlergruppe. Zwei junge Studenten, Renè Holzknecht und … Haben sich zur Studienabschlussarbeit die Errichtung eines neuen Gipfelkreuzes gemacht, was sie im Sommer 2015 auch erfolgreich umgesetzt haben. Der Höhenunterschied von 1.450 m kann in 4,5 h geschafft werden. Der Weg zurück ist derselbe, die Einkehr auf der Lyfialm mehr als lohnenswert.

Die Schluderspitze 3236 m

Der Ausgangspunkt dieser Gipfeltour ist das Biathlonzentrum Groggalm, wo sich auch reichlich Parkmöglichkeiten bieten. Die Wegnummer Nr. 9 wird es sein, welcher wir folgen. Wir wandern über die Rosimalm, welche nicht bewirtschaftet ist, in alpinem Gelände 1.515 Höhenmeter bis zum Gipfel. Eine lohnende aber anspruchsvolle Tour mit garantiertem Panoramaumblick.

Die Schildspitze 3.461 m

Der Parkplatz am Talende beim Gasthof Enzian ist unser Ausgangspunkt. Kurz laufen wir die Asphaltstraße ca. 300 m zurück und folgen links der Forststraße. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Enzianalm, wo wir nach der Stallung scharf links den Weg Nr. 20 nehmen. Die ersten 200 Höhenmeter sind recht steil bis wir den Fluss, der aus dem Pedertal fließt erreichen. Von hier öffnet sich eines der schönsten Seitentäler des Martelltals. Ein Schauspiel der Natur: Wasser, Ruhe und Naturschönheit soweit das Auge reicht. Eine erster Rastpunkt wird die zerfallene Schildhütte auf 2.420 Hm sein. Nach einer kurzen Pause folgen wir dem Weg Nr. 20 bis zur Abzweigung Richtung Schildspitze, immer mit der Nr. 20 bis zum Gipfel. Uns stehen von hier noch 969 Höhenmeter bevor welche im alpinen Gelände zu begehen sind. Für die Gipfeltour auf die Schildspitze gilt es 1.414 Hm in 4.15 h zu bewältigen.

Die Plattenspitz 3427 m

Die Plattenspitz ist der Nachbar der Schildspitz, somit ist der Wanderweg bis zur Schildhütte wie für die Gipfeltour zur Schildspitze dieselbe. Wir begeben uns in hochalpines Gelände, welches sich jedoch problemlos mit guter Ausrüstung bewältigen lässt. Der Parkplatz am Talende beim Gasthof Enzian ist unser Ausgangspunkt. Kurz laufen wir die Asphaltstraße ca. 300 m zurück und folgen links der Forststraße. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Enzianalm, wo wir nach der Stallung scharf links den Weg Nr. 20 nehmen. Bei der Schildhütte auf 2.420 Hm angekommen müssen wir noch 1.006 Höhenmeter auf dem Weg Nr. 20A erklimmen um auf dem 3.427 m hohen Gipfel einen atemberaubenden Rundumblick auf die Marteller Alpenwelt und der Ortlergruppe genießen zu können. Auf dem Gipfel angekommen haben wir in ca.4,5 h 1.379 Hm überwunden.

Hintere Schöntaufspitze

Unsere Gipfeltour beginnt beim Parkplatz Enzian auf 2.060 Hm. Wir folgen der Wegnummer 151 bis wir den Punkt erreichen, wo die Zufallhütte majestätisch über uns steht. Von hier ab gehen wir rechts ab, immer der Nr. 151 folgend Richtung Madritschjoch. Über den Madritschboden wandern wir über terrassenartig formierte Höhen bis zum Madritschjoch auf 3.122 Hm. Am Joch angekommen bietet sich uns ein Blick auf die Königsspitze und dem höchsten Berg der Ortlergruppe dem Ortler mit 3.905 m. Unser Gipfel ist noch nicht erreicht, uns fehlen noch 200 Hm und der Panoramablick ins Martelltal und Richtung Stilfser Joch ist perfekt. Bei dieser Gipfeltour erwandern wir 1.275 Hm in ca. 4,00 Stunden.

Die Vordere Rotspitze 3.035 m

Der Ausgangspunkt dieser Gipfeltour ist wiederum der Parkplatz Enzian am Talende. Es gibt 2 Möglichkeiten um auf die Vordere Rotspitze zu gelangen.
Die Variante A ist der direkte steile Weg. Wir starten beim Parkplatz und laufen bis die Asphaltstraße endet, nehmen die Paradiesbrücke und überqueren die Plimaschlucht. Nach wenigen Metern biegen wir am „Paradiesteich“ rechts ab und folgen dem Weg Nr. 37 bis wir nach 250 hm und ca. 50 Minuten Gehzeit den Weg Nr. 31 bis zum Gipfel nehmen. Wir erreichen den Gipfel nach ca. 3,5 h und haben einen Höhenunterschied von 1.006 hm erwandert.
Die Variante B variiert ab der Abzweigung auf Weg Nr. 31. Folgt man der Nr. 37, übrigens ist dies der Gletscherlehrpfad, welchen ich noch gesondert beschreiben werde, wandern wir am Wasserfall entlang dem steilen Hang bis zur Abzweigung. Sobald man die Höhe des Hochplateauts erreicht hat weiß man warum der Gipfel Rotspitze heißt. Das Gestein schimmert in einem rötlichen Ton, die Natur bietet sich uns in einer ganz besonderen Form. Von der Abzweigung Nr. 37 Richtung Martellerhütte, folgen wir der Nr. 37A um die restlichen 536 hm zu erwandern. Zu erwähnen ist, dass diese Tour nur für schwindelfreie und erfahrene Wanderer zu empfehlen ist. Vor dem Gipfel hilft ein Drahtseil die Wanderer auf dem geröllhaltigen Weg zu sichern. Auf dem Gipfel angekommen bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf den Zufrittstausee und die Marteller Bergwelt.

Zur Fürkelescharte 3034 m

Vom Parkplatz Enzian wandern wir über die Nr. 37 Richtung Martellerhütte, welche wir in ca. 2 h und 545 hm erreichen. Nach einer kurzen Pause wandern wir Richtung Fürkelescharte, die durch die Schneeschmelze der letzten Jahrzehnte ohne Gletscherbegehung erreichbar ist. Von der Martellerhütte aus erwandern wir 490 hm in ca. 1,5 h. Wer noch nicht genug hat, kann links ab Richtung Hochfernerjoch 3.124 m bis zur Köllkuppe oder auch bekannt als Marmottaspitze 3.346 m wandern. Ab der Fürkelescharte gibt es keine Markierungen mehr, wir folgen einfach den Bergkamm bis zum Gipfel. Der Höhenunterschied von der Enzianhütte zur Fürkelescharte beträgt 1.043 hm oder 1.350 hm bis zur Marmottaspitze.

Die Zufrittspitze 3.439 m

Wir starten die Wanderung am Gasthof zum See auf 1.800 hm. Für ca. 15 Minuten laufen wir den Uferweg des Stausees Zufritt entlang und nehmen die Abzweigung Nr. 17, 12b. Die Wegnummer 17 begleitet uns bis zum Gipfel. Diese Gipfeltour ist anspruchsvoll und es ist je nach Jahreszeit mit Gletscherüberquerungen zu rechnen. Die Tour führt an den Gebirgsseen Grün- und Gelbsee vorbei bis wir den anspruchsvollen Teil der Gipfeltour meistern. Die gesamte Höhenleistung, welche wir erwandern beträgt 1.609 hm in ca. 5 h.

Ebenes Jöchel 2.799 m

Wir starten die Wanderung am Gasthof zum See auf 1.800 m. Für ca. 15 Minuten laufen wir den Uferweg des Stausees Zufritt entlang und nehmen die Abzweigung Nr 17, 12b. Ab einer weiteren Weggabelung folgen wir der Wegnummer 17 bis wir der Wegnummer 30 bis zum Jöchl folgen. Die unberührte intakte Landschaft mit Blick auf die Gletscherwelt und der wohl schönste Ausblick über das gesamte Tal von den Zufallspitzen bis nach St. Martin am Kofel alleine lohnen sich diese Gipfeltour zu erwandern. Wir erwandern in ca. 3,0 h 977 hm.

Soyalm 2.071 m

Vom Cafe Hölderle aus wandern wir zur Soyalm. Auf dem Weg Nr. 4 erreichen wir nach ca. 2 h die Alm, wobei wir 602 hm erwandert haben. Der Aufstieg ist ziemlich direkt, wir lassen uns Zeit und genießen die Zeit der Ruhe während des Aufstieges im Wald. Auf der Alm angekommen erwarten uns die Sennerfamilie mit Almkäse, Butter und allerlei typischen Gerichten.

Soyalm – Flimkanzel – Flimalm – Gand

Wer über die Soyalm hinweg wandern möchte, dem bietet sich eine Überschreitung über zwei Almen an. 1.329 hm werden wir bewältigen, um die Flimkanzel zu erreichen. Wie der Name schon sagt, eine Kanzel, von wo aus man die gesamte Umgebung sehen kann. Sehr reizvoll ist es von der Flimkanzel zu den Flimalmen, welche leider nicht bewirtschaftet sind, abzusteigen. Die zwei kleinen Naturseen spiegeln in verschiedenen Farben die Bergwelt wieder. Diese Tour ist eigentlich ein Geheimtipp, wird kaum begangen, außer von Stammwanderern die die Stille und Unberührtheit der Natur immer wieder in Ihren Bann zieht. Die Jochüberschreitung setzt eine gute Kondition voraus: 1.329 hm Aufstieg und 1.402 hm Abstieg sollen in ca. 7 Stunden erwandert werden.